Von Mann zu Mann – Kraft. Wahrheit. Verantwortung.

Tino Hähnel begleitet Männer (Väter) in ihren Krisen.

[S1] E22 Vom Burnout zur echten Partnerschaft mit Michèle Todeschini

Wie Liebe, Familie und Unternehmergeist harmonisch miteinander tanzen

17.06.2022 55 min Tino Hähnel - Begleiter und Impulsgeber für Männer

Zusammenfassung & Show Notes

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In dieser Folge von „Von Mann zu Mann“ spreche ich mit Michèle Todeschini über den steinigen, aber lohnenden Weg zu einer tiefen, respektvollen Ehe:
  • Vom Burnout zur Heilung: Wie Michèle nach einer dramatischen Geburt und schwerem Burnout wieder zu sich gefunden hat.
  • Respekt statt Machtkampf: Warum bedingungsloser Respekt und gegenseitiges Empowerment das Fundament einer starken Partnerschaft sind.
  • Männlichkeit & Weiblichkeit: Wie Männer und Frauen aufhören, gegeneinander zu arbeiten, und als Unternehmerpaar mit Kindern wieder Hand in Hand gehen.
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Transkript

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Speaker1
00:00:54
Hallo und herzlich willkommen beim Podcast von Mann zu Mann offen und ehrlich. Und heute habe ich Besuch und zwar von etwas weiter her und zwar aus der Schweiz. Und zwar das ist die Michelle Todeskini. Ich hoffe, dass ich den Nachnamen richtig ausgesprochen habe. Sie nickt für die Zuhörer. Sie wissen ja auch mittlerweile, dass es ja auch den Podcast visuell gibt, auch auf YouTube. Und ich bin dankbar, dass sie heute hier ist und sie ist Unternehmerin, Mutter, Frau und alles Weitere. Aber trotzdessen, stell dich doch einmal kurz selbst vor, liebe Michelle. Hallo und herzlich willkommen erstmal beim Podcast.
Speaker0
00:01:33
Hallo, schön, dass ich hier sein kann. Dankeschön.
Speaker1
00:01:37
Hallo, liebe Michelle. Michelle, wir hatten ein wunderschönes Vorgespräch und ja, wir haben so ein bisschen festgestellt, oder ich, dass du so vielen mitbringst. Also du bist ja auch Unternehmerin, dann bist du auch Mutter, du bist auch Partnerin, du bist Ehefrau auch. Und da finde ich, da hast du so eine ganz doch spannende Vorgeschichte mitgebracht und was das Ganze so mit deinem Mann auch und mit deiner Familie, also mit deinen zwei Söhnen auch zu tun hat. Oder ansonsten stelle ich doch erstmal kurz vor, wer bist du überhaupt? Woher kommst du? Was machst du?
Speaker0
00:02:10
Genau, also ich bin die Michelle, wie du schon gesagt hast, Todeskini. Mein Mann ist Italiener, deshalb ist da etwas schwierig auszusprechen der Name. Ja. Genau, ich komme aus der Schweiz ursprünglich, aus Basel. Wir leben aber schon lange, mit meiner Familie lebe ich schon lange in Talwil in der Nähe von Zürich. Ich bin, ja, was bin ich? Ich bin ein Mensch, das sich immer wieder mal neu erfunden hat. Das gehört ganz, ganz fest zu mir. Ich war ganz, ganz früh selbstständig. Mir hat das Leben immer wieder Dinge hingeworfen, die mich dazu bewogen haben, eine Kursänderung in die Wege zu leiten. Deshalb, ja, ich bin Unternehmerin, das bin ich schon lange, aber auf verschiedenen Schienen. Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen sollte. Genau. Ich habe ursprünglich Kunstgeschichte, Wirtschaft und Bibelgeschichte studiert. Und genau in dieser Kombination. Und habe dann im Kunsthandel gearbeitet. Und unter diesen Vorzeichen bin ich dann schwanger geworden mit unserem ersten Sohn, der heute knapp 20 ist. Und wir hatten eine sehr dramatische Geburt miteinander, wo sowohl ich wie er fast gestorben wären. Und unter diesem Impact habe ich dann meine erste Kursänderung vorgenommen und habe dann Osteopathie studiert. Und damit dann eigentlich bin ich auch in meiner ersten Selbstständigkeit gestartet, damals als Osteopathin. Genau. Und habe im Zuge dessen dann... Ein grösseres Praxiszentrum, ein integratives Praxiszentrum für Frau und Kind gegründet, hier in Talwil, wo Ärztinnen, also Gynäkologen und Kinderärzte, Kinderärztinnen Hand in Hand zusammenarbeiten mit Hebammen und mit Therapeuten wie eben Osteopathie, aber auch TCM, bestimmte Massagetechniken für Frauen und so weiter. Zum Wohle von Frau und Kind, weil ich selber erlebt habe, damals mit dieser dramatischen Geburt, wie wir Frauen durch die Maschen fallen in der Zeit, wo wir am verletzlichsten sind. Und das wollte ich ändern. Und deshalb habe ich dieses Praxiszentrum gegründet. Das ist so mein Kick-Off ins Unternehmertum.
Speaker1
00:04:47
Ah, okay.
Speaker0
00:04:48
Wow.
Speaker1
00:04:50
Und wie lange bist du schon mit deinem Mann zusammen?
Speaker0
00:04:54
20 Jahre.
Speaker1
00:04:54
20 Jahre.
Speaker0
00:04:56
Im November hatten wir unseren 20-jährigen Hochzeitstag. Zusammen sind wir seit 21 Jahren.
Speaker1
00:05:02
Wow, das ist schon eine sehr lange Zeit. Das heißt, dein Mann kennt dich dann, der hat ja dann auch quasi alles miterlebt. Also so, was dich ausmacht, was dir auch wichtig ist.
Speaker0
00:05:13
Absolut.
Speaker1
00:05:14
Wahnsinn.
Speaker0
00:05:14
Absolut.
Speaker1
00:05:15
Das heißt, diese ganzen Höhen und Tiefen hat er alles so miterlebt. Und wie habt ihr euch beide darin auch unterstützt, bei diesen ganzen Sachen, die du auch erlebt hast? Also auch, ich höre da ja auch raus, mit deinem Sohn, mit diesem Schmerz, wo ihr da auch so dann als Familie durchgegangen seid. Und wie konnte dein Mann dich da so unterstützen oder wo hat er dich da auch unterstützen können?
Speaker0
00:05:43
Ja, das ist eine wundervolle Frage und die ist so groß, die Frage. Also mein Mann ist ein Geschenk. Mein Mann ist mein ganz persönlicher Lotto-Gewinn in meinem Leben. Und zwar... Ist, er hat immer erkannt, was in mir steckt, zu einem Zeitpunkt, wo ich es noch lange nicht erkannt habe. Und tatsächlich wäre mein Weg so gar nicht möglich, ohne dass er mich nicht immer so getragen hätte, in meine Stärke zu kommen. Und das gilt vermutlich auch gegenseitig. Es gab auch in seinem Leben Tiefs, aber das mit unserer Familie, dort mit unserem Sohn, das war, die größte Herausforderung, durch die wir gemeinsam je durchgehen mussten, weil wir viele Wochen nicht wussten, ob unser Kind überlebt oder nicht. Und ich bin danach in eine ganz, ganz tiefe postnatale Depression gefallen. Unser Kind war ein Schreikind, der hat 20 Stunden geschrien am Tag, über Wochen hinweg. Und das hat uns beide sehr herausgefordert. Und ja, wie sind wir da gemeinsam durchgegangen, diese ganzen Jahre überhaupt, ist primär in unglaublichem Respekt zueinander. Den wir niemals, egal wie es uns geht, egal wie wütend wir sind, wir verlieren niemals den Respekt zueinander und wir ehren uns sehr. Und ich glaube, das ist das, was uns so durchträgt. Wir haben ganz früh erkannt, dass jeder von uns in seinem eigenen Universum lebt und dass jeder von uns das auch. Muss leben können und diese beiden Universen immer wieder Gott sei Dank ein. Netzwerk bilden, wo wir uns verbinden, aber dennoch beide ihren Raum haben. Das ist ganz wichtig für uns.
Speaker1
00:07:43
Ich finde das Wahnsinn, so viel weiß ich ja von euch beiden ja nicht jetzt und das finde ich total schön, dass wir das gleich hier in diesem Podcast mit reinnehmen können. Ich stelle mir das so vor, Also, aber wurde euch das vorgeliebt? Weil du sagtest jetzt, dass es so war. Aber woher habt ihr das denn genommen, dass ihr das so konntet?
Speaker0
00:08:06
Also ich muss sagen, ja, ich bin mit einer Mama aufgewachsen, die selber sehr, sehr viel an sich gearbeitet hat. Das heißt, ich bin mit einer absolut erstklassigen Kommunikation aufgewachsen. Ich habe ganz, ganz früh gelernt, dass das Miteinanderreden zentral ist, und ich habe auch zugeschaut, wie meine Mama das meinem Papa beigebracht hat, weil der ist gar nicht so aufgewachsen. Und das heißt, ich bin so in diesem Raum von Kommunikation ist wichtig für Beziehung aufgewachsen, wobei das für Oskar überhaupt nicht stimmt und ich ihm aber deshalb diesen Raum auch öffnen konnte. Wir haben uns sehr, sehr früh auch sehr darum bemüht, diesen Raum für uns zu kreieren. Und ich war immer, ich bin ein tiefgläubiger Mensch, und ich hatte immer ein unglaubliches Interesse für Spiritualität und für, all das, was außerhalb von dem ist, was wir denken und anfassen können. Und das habe ich halt in unsere Beziehung hineingebracht.
Speaker1
00:09:24
Und wie hast du ihn da erlebt? Also ist das so, dass er dann, als du es angefangen hast zu tun, wie hat er da als Mann reagiert? War ihm das am Anfang so, okay, jetzt meine Frau möchte mir jetzt irgendwie Hilfe, Unterstützung zukommen lassen, ich ziehe mich jetzt zurück? Oder war er da, hast du ihn da so wahrgenommen, als doch ihn interessiert das, was du da so ihm mitteilen wollen würdest? War da ein Interesse von ihm da?
Speaker0
00:09:52
Ja genau, tatsächlich war beides der Fall. Also wir hatten auch ganz, ganz schwierige Zeiten, weil logischerweise wie in jeder Beziehung, aber die Art und Weise, wie wir gemeinsam Konflikte lösen, das war für ihn, ganz anders als für mich und da gab es auch wirklich schwierige Zeiten. Was aber eben immer der Fall war, war, es hat ihn immer interessiert, wer ich bin und wie es mir geht. Das war immer für uns beide, war das immer so wichtig, wer denn der andere ist und wie es dem anderen geht und wie wir uns gegenseitig Brücken bauen können, das ist für uns immer wichtig. Aber diese. Und diesen Weg, den wir heute gemeinsam gehen, das hat sich jetzt schon in den letzten Jahren noch einmal sehr verändert, wo wir beide auch in eine gewisse Spiritualität eingetreten sind, gemeinsam mit dieser ganzen Energiearbeit, die wir auch machen und so. Das hat sich schon nochmals sehr stark verändert. Ich meine, die ersten Jahre einer Beziehung, wenn dann Kinder da sind, dreht sich ja auch vieles um diese Kinder, um das Wohl der Kinder. Da gibt es viel Streit, es gibt viel, ich komme zu kurz. Es ist nicht so, dass das nur rosarot war, im Gegenteil. Also wir hatten wirklich auch Zeiten, die herausfordernd waren, aber nie so, dass sie, dass zur Frage gestanden wäre, ob wir diesen Weg gemeinsam gehen möchten oder nicht. Es war immer mehr die Frage, wie überwinden wir diese Hindernisse, die es halt da gibt.
Speaker1
00:11:26
Also, weil so klassisch kenne ich zum Beispiel so Beziehungen eben halt so, dass die meistens doch eher, ja dann anfangen vielleicht miteinander zu schimpfen, sich Wörter an den Kopf zu hauen, das dann irgendwie nicht so im Nachgang besprechen, denn dann ist es wie so ein unausgesprochener Elefant im Raum und dann geht man irgendwie so weiter. Und ich höre so bei euch beiden raus. Also ihr habt wirklich, da du es ja über deine Mama gelernt hast, so habe ich es verstanden, durch die Kommunikation eben halt, dass es da irgendwie eine Möglichkeit gab des Austausches und der Veränderung.
Speaker0
00:12:07
Ja, und das haben wir eben nie gemacht. Das meine ich mit Respekt. Wir haben uns eben nie Worte um den Kopf geworfen oder geschlagen, wie du sagst. Das haben wir eben nie gemacht. Natürlich waren wir wütend aufeinander und unsere größte Herausforderung war vermutlich, also weißt du, vielleicht will der Oskar was völlig anderes sagen, aber aus meiner Sicht, unsere größte Herausforderung war vermutlich mein Leben. Meine Unfähigkeit, meine Größe zu erkennen. Also ich hatte so ein kleines, mini Selbstwertgefühl. Ich habe mich so für so viel falsch gemacht. Ich war entwicklungsmäßig an einem so anderen Punkt, als ich heute bin. Und das ist das, was ich eingangs gesagt habe. Oskar hat immer gesehen, dass das anders sein könnte. Und er hat, ich war vor ihm in Beziehungen, wo Männer mich genau da gehalten haben, so klein, weil das denen, keine Ahnung was, vielleicht ein Machtgefühl, vielleicht die persönliche Stärke irgendwie aufgewertet hat. Und das hat er nie getan. Er hat mich immer versucht zu empowern, immer versucht, mich zu ermächtigen, damit ich in meine Kraft komme. Deshalb ist er für mich so ein Geschenk.
Speaker1
00:13:30
Wow.
Speaker0
00:13:31
Ja.
Speaker1
00:13:32
Wow, total schön. Ja. Wow. Und weißt du, auch wenn Oskar jetzt gerade nicht, er ist ja anwesend, ihr seid ja verbunden, weißt du trotz dessen, woher er das so kann? Und vor allen Dingen auch als Mann. Ich nehme ihn gerade sehr liebend, sehr wertschätzend wahr.
Speaker0
00:13:55
Ist er. Ich glaube, er ist einfach ein richtig guter Mensch. Er ist wirklich ein guter Mensch. Ich mag nicht urteilen über sein Zuhause, seine Eltern leben beide nicht mehr, aber er hat das vermutlich nicht Zuhause abgeschaut. Ich glaube aber tatsächlich ganz, ganz fest daran, dass ja jedes Wesen, das sich hier einen Körper sucht oder einen Körper auswählt, hierher kommt, um eine ganz bestimmte Erfahrung zu machen. Und manchmal denke ich, mein Wesen hat sich Oscar ausgesucht, um so wachsen zu können, wie ich das getan habe in den letzten Jahren. Und ich glaube, sein Wesen ist hier, um mir das zu ermöglichen. Und auch um unseren Söhnen das zu ermöglichen und ganz vielen anderen Menschen ebenfalls. Und gleichzeitig weiss ich aber auch, dass ich ihm ein unglaubliches Wachstum ermögliche heute, weil ich auch... Ich habe kürzlich, du hast mir etwas geschickt, einen Spruch, ich kann den nicht mehr genau abrufen, aber sowas wie Männer können nur so tief fühlen, wie Frauen fühlen oder irgendwie sowas in der Art. Und ich glaube, wir Frauen öffnen für Männer einen unendlich großen energetischen Raum, um einzutreten in ein Potenzial, dass sie ohne Frau nicht leben könnten. Ich meine das nicht bewertend, sondern ich glaube, dass wenn wir maskuline und feminine Energie brauchen, um gemeinsam das Größte zu erschaffen, dass es so ist, wie es gedacht ist, weil es ja immer die Dualität ist, die macht, dass wir etwas komplett erleben können. Und das ist das, was in unserer Beziehung geschieht. Und dann ist es immer so, dass es Zeiten gibt, wo einer dem anderen einen Raum etwas mehr öffnet und danach geht das Pendel auf die andere Seite und genau so soll es auch sein und so erleben wir das auch.
Speaker1
00:16:03
Ja, total schön erklärt. Und eingangs sagtest du ja auch, dass du ja, also deine unternehmerische Tätigkeit befasst ja unter anderem auch dieses Aufbaus, dieses Zentrums und soweit ich richtig erinnern kann, waren es ja auch sehr fünf sehr intensive und sehr harte Zeiten ja auch. Und da warst du ja mit deiner Geschäftspartnerin, wenn ich jetzt richtig liege, korrigiere mich gerne, auch da hast du ja wirklich alles gegeben, Vollgas gegeben, da warst du ja fast Tag und Nacht zugange und auch am Wochenende und wie war das jetzt in der Zeit eigentlich mit deiner Familie? Weil da klingt es ja für mich so, dass Oskar da ja ganz viel... Gehalten hat, auch für die Familie und auch umgesetzt hat. Wie hast du die Zeit wahrgenommen?
Speaker0
00:17:00
Also da haben wir beide viel gehalten für die Familie, weil Oskar ist ebenfalls Unternehmer. Er hat auch ein eigenes Business, wo er ebenfalls sehr, sehr eingesperrt war. Wir waren da beide, das waren fünf Jahre, wo wir beide unglaublich viel gearbeitet haben. Und nebendran, mittendrin, unsere beide Jungs waren, die und das haben wir uns, das war 50-50, wir haben uns sehr aufgeteilt, wir haben den Raum sehr stark gemeinsam gehalten für die Familie. Und unsere Jungs sind aber auch Kinder, die ganz früh auch verstanden haben, dass wir haben ein unglaublich intensives und starkes Familienleben. Wir lieben alle vier, wir lieben Familie und das leben wir sehr, sehr, sehr ausgiebig und stark. Und gleichzeitig war es immer okay, dass sowohl Oskar wie ich eben sehr intensiv nach unserem anderen Bereich pflegen. Und unsere Kinder sind auch sehr selbstständig. Die haben ganz früh auch gelernt, das anzuerkennen, weil sie niemals alleine waren. Weißt du, die waren nie sich selbst überlassen. Plus muss ich auch sagen, habe ich Eltern, die uns da auch sehr intensiv unterstützt haben in den Zeiten, wo wir so viel gearbeitet haben, haben meine Eltern uns mit den Kindern sehr stark unterstützt und haben da zusätzlich Raum geboten.
Speaker1
00:18:33
Ja. Ja, also das klingt nach einer klaren Entscheidung, finde ich. Also wirklich so, dass ihr für euch beide so gesagt habt und vielleicht auch erkannt habt, zu sagen, okay, wir teilen uns das wirklich auf und okay, du arbeitest viel, ich arbeite viel und aus welchen Gründen ihr es denn auch so jetzt entschieden habt, zu sagen, okay, viel zu arbeiten, das ist ja eine andere Sache, aber zu sagen, okay, was braucht jetzt wirklich dieses Familiengefüge auch von uns? Uns als Elternteil. Und dass ihr da so klar wart, wow.
Speaker0
00:19:06
Ja, weißt du, es gab natürlich immer wieder Zeiten, wo einer von uns so die Hand gehoben hat und gesagt hat, hey, jetzt ist es gerade zu viel. Moment, stopp. Weißt du, das gab's schon. Und selbstverständlich, wenn du dann so im Prozess bist. Aber ich glaube, erfolgreich zu sein, ist immer eine Entscheidung. Das geschieht nicht einfach so. Und ich habe viele Jahre, als die Kinder noch klein waren, habe ich sehr niederprozentig gearbeitet und das konnte ich ja in meiner Praxis. Ich habe nicht von Anfang an dieses Zentrum gegründet. Ich war viele Jahre einfach als Ossia Patin tätig und habe dann gearbeitet, als die in der Schule waren und war zu Hause, als die zu Hause waren. Und Oskar hat Vollgas gegeben in seinem Business, der hat 150 Prozent gearbeitet, und da habe ich den Raum gehalten. Und als vor ein paar Jahren, jetzt ist es genau fünf Jahre her tatsächlich, als dann diese Vision, also die Vision war schon früher da, aber als ich dann die Gelegenheit hatte, dieses Zentrum umzusetzen, da waren die Kinder auch schon relativ groß, oder? Also die sind jetzt 18 und 20. Das heißt, die waren da rechnet, 13 und 15. Und da war die Entscheidung schon klar, hey, gehen wir diesen Weg, ja oder nein. Heißt, wie viel Raum kreiert sich Oskar vielleicht auch zu Hause, weil das vorhin gar nicht der Fall war, damit ich so Gas geben kann. Das war schon so.
Speaker1
00:20:37
Ja. Ja, okay. Also ihr habt da auch wieder klar kommuniziert, für euch dann euren Weg gesucht und wenn irgendwelche schwierige Zeiten kamen, dass ihr gesagt habt, wie du meintest, die Hand gehoben und gesagt, halt, stopp, es braucht jetzt gerade was anderes, lass doch mal schauen, wie können wir das realisieren.
Speaker0
00:20:55
Ja, und das machen wir bis heute so. Und das muss ich schon sagen, das ist hauptsächlich Oskar, der die Hand hebt, weil ich, ähm, Wie sage ich das jetzt? Ich gehe sehr, sehr klar, also ich liebe meine Jungs, ich liebe meine Familie, das muss ich gar nicht betonen. Und gleichzeitig liebe ich so sehr, was ich tue, jetzt in meinem Coaching-Business und als Mentorin für Frauen. Und wie das ist mit den Social Media, es ist nicht so leicht, dieses, ich arbeite, komme nach Hause und dann ist Schluss. Das ist so viel leichter, wenn du irgendwo angestellt bist. Aber Social Media begleitet dich die ganze Zeit, oder? Wenn du online tätig bist, bist du einfach die ganze Zeit dran. Und ich bin die ganze Zeit verbunden mit unserer Community, mit den Frauen, die ich begleite. Und da gibt es schon Momente, wo Oskar dann sagt, hey, jetzt reicht's, leg mal das Handy zur Seite und könnten wir vielleicht jetzt einfach mal über was anderes sprechen. Gerade weil wir das Business auch gemeinsam machen, hat das schon eine unglaubliche Dominanz. Aber unsere Jungs sind auch nicht mehr viel zu Hause.
Speaker1
00:22:11
Ah, okay.
Speaker0
00:22:12
Genau, die sind wirklich viel unterwegs.
Speaker1
00:22:16
Ah, okay. Und wie nehmen also jetzt die beiden Jungs das jetzt so wahr, jetzt wenn Mama und Papa jetzt so im Social-Media-Bereich unterwegs sind? Also wie sehen die das? Also da stelle ich mir gerade so, gibt es da, wo sie sagen, Mama und Papa, das ist jetzt uncool oder cool?
Speaker0
00:22:35
Also die sind natürlich nicht verbunden mit uns auf Social Media.
Speaker1
00:22:40
Ah, okay.
Speaker0
00:22:41
Ich weiß nicht, vielleicht haben sie uns auch geblockt, ich weiß es nicht. Und natürlich wollen die das von ihrem Privatleben komplett trennen, aber meine Jungs sind meine größten Fans. Die lieben, was ich tue und wir reden auch viel über diese spirituellen Dinge, über Manifestieren, über Gesetz der Anziehung. Das ist ein Thema bei uns zu Hause. Auch dieses Bewertungsfreisein, wofür ich ja sehr klar und deutlich stehe, das ist etwas, was ich sehr stark in die Familie reintrage, weil ich überzeugt bin, dass das alle Tore für uns öffnet, wenn es ums Empfangen geht. Und die finden das wundervoll.
Speaker1
00:23:22
Stark. Wie ist das für dich als Frau mit drei Männern zu Hause?
Speaker0
00:23:30
Ganz ehrlich, wie ist das? Heute? Wundervoll. Das war nicht immer so. Ich habe sehr... Du weißt ja, ich arbeite sehr intensiv mit Frauen. Ich mache da sehr tiefgreifende Arbeit. Und ich glaube an... Ich glaube daran, dass wir Frauen ein unglaublich wertvolles Gut weiterzugeben haben. Und ich habe mir so sehr eine Tochter gewünscht. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich mir eine Tochter gewünscht habe. Und ich habe auch immer, als wir dann die beiden Jungs hatten, ich wollte immer unbedingt noch ein Kind, weil ich unbedingt eine Tochter wollte. Und das war auch eine unserer größten Krisen in unserer Ehe, weil Oskar kein Kind mehr wollte und er immer gesagt hat, wenn ich wüsste, dass es eine Tochter gibt, dann sofort, aber wir wissen es ja nicht. Und deshalb ist es dann bei zwei Kindern geblieben und das war für mich echt eine Herausforderung zu Beginn. Es gab auch eine Zeit, wo die Jungs so sehr Papa-Kinder waren, weil es halt cool war, Fußball spielen und Campen und Feuer und Jungsgespräche. Und Oskar hat das auch sehr klar wahrgenommen, diese Rolle als Vater, was ich toll finde. Und dann gab es schon Momente, wo ich mich so etwas ausgeschlossen gefühlt habe, weil ich aber auch den Weg noch gar nicht gegangen bin, den ich jetzt heute gegangen bin. Vermutlich würde ich das heute anders empfinden. Heute finde ich es wundervoll. Ich finde es wundervoll. Es ist genau richtig, weil das Universum macht ja keine Fehler. Und es ist genau richtig, so wie es ist. Ich liebe meine Jungs. Ich liebe diesen Raum, den wir zu Hause haben. Und ich liebe es auch zu beobachten, wie bei uns zu Hause männliche und weibliche Energie zusammenspielt. Und ich glaube, das ist mit ein Grund, weshalb ich auch in meinem Business so stark sein kann, weil ich das jetzt so viel mehr Frauen zur Verfügung stelle. Und das spielt keine Rolle, ob das meine Töchter sind, ob das sonst Frauen sind. Ich bin einfach glücklich, wenn ich es weitergeben kann. Ja.
Speaker1
00:25:47
Wow. Und ich habe ja zugehört, weil du sagtest ja auch, dass du, sage ich mal, als Mädchen ja auch in deinem Leben, und Oskar hat ja dieses Potenzial bei dir ja gesehen, weil du sagst, da war so was ganz Kleines bei dir. Du hast an dich selbst gar nicht geglaubt. Du hattest Selbstzweifel, also zumindest so habe ich es verstanden.
Speaker0
00:26:09
Ja, total.
Speaker1
00:26:10
Du hast dich so klein gemacht. Ich kann dies nicht, ich kann jenes nicht. Und wenn ich dich jetzt hier sehe und auch die Zuhörer dich hören, das kann man sich ja gar nicht vorstellen und ausmalen, das ist ja Wahnsinn, was da für ein Weg auch da drin steckt. Und dann fragen sich doch auch die Zuhörer und ich jetzt gerade auch, wie hast du das geschafft, wie machst du das?
Speaker0
00:26:35
Also, was zu mir gehört, ist ein unglaublicher Wille. Und ich bin, und das war ich auch schon als Mädchen, ich bin ein Mensch der Superlative. Ich mache nichts nur zur Hälfte. Wenn ich etwas tue, dann mache ich es richtig. Und wenn ich dann erkenne, dass es, und das ist tatsächlich geschehen nach drei von diesen fünf Jahren im anderen Business, in meinem Unternehmen, ich war in einem Burnout, es ging mir so schlecht, ich hatte krasse körperliche Symptome, ich war komplett ausgebrannt, ich war unglücklich in der Beziehung, nicht weil die Beziehung nicht funktioniert hat, sondern weil ich unglücklich war mit mir selbst. Und wenn ich dann sowas erkenne, dann tauche ich tiefer und tiefer und tiefer und tiefer, bis ich für mich eine Lösung finde. Und das ist das, was ich auch heute in der Jetty Coding nenne, dass dieses Umkodieren. Von all dem, was wir meinen oder glauben zu sein und uns da dann so hineinsetzen von ich bin so, Anstatt zu schauen, bin ich wirklich so oder wurde ich so konditioniert, habe ich das irgendwann begonnen abzukaufen und wie bin ich denn wirklich und niemand von uns ist klein. Wir werden ja alle wertvoll geboren, alle. Und aber das nicht nur mit dem Kopf zu verstehen, sondern das zu einem Gefühl, zu machen von, selbstverständlich ist es so, diesen Weg habe ich gesucht, bis ich ihn gefunden habe und den gebe ich heute weiter.
Speaker1
00:28:17
Ja, total schön. Ich kenne auch ein Stück weit deine Arbeit ja auch und wie du ja auch sagtest, du arbeitest mit Frauen auch zusammen und ich sehe ja auch, was da passiert, wie du es auch machst und das ist Wahnsinn allein so dieses dass du von dir gesagt hast, okay ich könnte jetzt sagen naja, ich gebe das jetzt mal ins Außen ab und das Außen ist schuld oder mein Mann ist schuld, die Männer sind schuld oder die anderen Menschen sind schuld und ich höre ja auch daraus dass du wirklich gesagt hast, Moment mal ich gucke bei mir hin und schau mal, was ist es bei mir und dann Wie kam das aber trotz dessen, dass du sagst jetzt, okay, ich habe bei mir was erlebt und wieso ist jetzt meine Leidenschaft, meine Berufung, meine Vision, meine Mission, da draußen anderen Menschen, in dem Falle Frauen, das jetzt mitzugeben als Beitrag? Wieso ist dir das so wichtig?
Speaker0
00:29:15
Weil ich überzeugt bin, dass wenn Frauen beginnen, ihre innere Power und Macht zu entdecken und zu leben, dass die Welt eine andere wäre. Super simpel. Das ist die ganz, ganz große Vision. Es beginnt immer bei uns. Ich möchte für jede einzelne Frau, dass sie erkennt, dass sie sich ihr Leben so kreieren kann, wie sie will. Das ist so der, kleine Schirm darüber. Ich glaube aber, wenn wir Frauen, als kollektive Energie beginnen, stark zu sein, aber nicht in männlicher Energie, sondern weiblicher Energie, in unserer tiefen Verbundenheit, als die Wesen, die Leben schenken, als die Wesen, die diese Verbindung haben zum Göttlichen, auch dadurch, dass wir die Wesen schenken, aus dieser Verbundenheit heraus gemeinsamen Feld zu kreieren. Wo Macht anders definiert wird. Wo Macht nicht das ist, was wir heute meinen, dass es Macht ist, sondern wo die Basis der Macht eigentlich diese Liebe, Zugewandtheit und Verbundenheit ist. Bin ich überzeugt, dass die Welt woanders wäre und ich bin auch überzeugt, dass das das Calling ist der Welt. Ich bin überzeugt, dass das ein Grund ist, weshalb diese Coachings, diese Persönlichkeitsentwicklung, die Suche nach dem im Moment jetzt im Jahr 2022 und die letzten Jahre überall so aus dem Boden sprießt, weil es braucht diesen Aufstieg, den braucht es. Und der männliche Weg, den haben wir jetzt viele Jahre versucht. Und ich glaube, ich glaube auch nicht, dass es der weibliche ist, ich glaube aber, dass es jetzt den anderen Pool braucht, die weibliche Energie, damit wir in Dualität gemeinsam aufsteigen können zu einer Welt, wie wir sie uns eigentlich wünschen würden. Und das klingt etwas pathetisch, ich weiß das schon, aber das ist tatsächlich, was mich antreibt.
Speaker1
00:31:21
Okay. Ich habe ja auch so viele männliche Zuhörer und wenn sie dich jetzt gehört haben, ganz provokant. Also es kann ja sein, dass der eine oder andere sich dadurch jetzt gerade nicht so abgeholt fühlt. Also vielleicht, weil du sagst, du bist ja bewertungsfrei. Okay, die kenne ich ja jetzt aktuell nicht. Bei mir ist es, ich kenne dich schon ein bisschen mehr. Aber was würdest du denen jetzt sagen, dass die da ein bisschen mehr abgeholt sind, wenn sie uns beide jetzt hören? Weil es nicht um Schuld gerade geht.
Speaker0
00:31:52
Nein, es geht überhaupt nicht um Schuld, um Gottes Willen, nein. Worum es mir geht, ist, ich glaube, wir waren die letzten Jahre etwas auf dem Holzweg insofern, als dass Frauen versucht haben, männlich zu sein. Frauen sind ganz stark in maskuline Energie eingetreten, aus dem Gefühl heraus, es müsse ein Gegengewicht geben gegen die starke Dominanz der Männer. Und was gleichzeitig passiert ist, ist, dass Männer keine Männer mehr sein durften. Und ich glaube, das ist das Problem. Ich glaube, es braucht, dass die Männer männlich sein dürfen und sollen, die Frauen aber weiblich sein dürfen und sollen. Und dass es dieses Hand in Hand braucht. Und ich spreche da gar nicht so sehr Frauen gegenüber Männern, sondern auch Frauen gegenüber Frauen sind in diese stark maskuline Energie eingetreten. In Konkurrenzdenken, in Leistungsorientierung, in das nur Resultate und Lösungen zählen. Und ich glaube übrigens auch, dass Männer ja nicht nur so wären. Weißt du, auch die Männer sind erzogen worden mit, du darfst nicht weinen, du darfst nicht fühlen, du musst stark sein, sei keine Tussi, sei, oder? All diese Dinge, was genauso nicht richtig ist. Und da wurden ja auch Männer ganz früh kodiert in eine Richtung, wo sie nicht hingehören. Und ich glaube, das meine ich mit gemeinsamen Aufstieg.
Speaker1
00:33:29
Deswegen habe ich nochmal nachgefragt, weil ich genau meinte und auch von dir weiß, dass du es genauso jetzt kommunikativ mitteilen könntest oder auch würdest. Und das fand ich eben total gut und schön, weil auch jetzt Mann sich da abgeholt fühlt. Und dann macht das auch Sinn, würdest du sagen, dass dann, wir sagen es jetzt mal auf einfache Worte, dass dann, wenn Frau, Mann, also wir kennen alle diese Worte Drama, Zicken, dass es daraus entstanden ist und dass das ein Ausdruck ist?
Speaker0
00:34:02
Ich glaube schon. Ich glaube, weil wir beide, Männer und Frauen, haben ein Muster entwickelt von unserer Prägung her, die uns verunmöglicht, vernünftig miteinander zu kommunizieren. Und die Frauen haben ein Muster entwickelt von Bestrafung, so aus ganz häufig Bestrafen, Frauen, Männer. Und bei den Männern wird dann so Schuld und Scham getriggert, was schon als Junge getriggert wurde, wenn sie eben sich geschämt haben zu weinen, Gefühle zu zeigen und so. Also da werden so ganz uralte Muster getriggert, die machen, dass wir nicht aus unserer Angebundenheit, sowohl Frau wie Mann, miteinander reden. Und deshalb glaube ich, ist dieses, also ich unterrichte ja auch die fünf Säulen der Intimität und eine davon ist das Ehren. Und sich zu ehren in dem, was der andere ist, verändert alles. Verändert alles und ich glaube, dahin müssen wir zurückfinden.
Speaker1
00:35:07
Hast du ein Beispiel für das Ehren, dass du ein greifbares Beispiel gerade hast? Was könnten wir tun?
Speaker0
00:35:15
Es geht nicht um, was wir tun können, es geht darum, wer sind wir, wenn wir was tun. Es geht nie ums was, es geht immer, wie sind wir denn, wenn wir was tun. Weißt du, wenn ich in der Beziehung bin und mich etwas unglaublich verletzt zum Beispiel und ich aus dieser Verletzung heraus, die ja meistens irgendwie auch ein Trigger ist aus meiner Konditionierung, bestrafen will, gemein werde, sowas sage wie, also wenn du das wieder tust, muss ich mir schon überlegen, was mit uns denn weitergeht und solche Dinge, oder? Das höre ich ganz viel.
Speaker1
00:35:53
Wow, Klassiker.
Speaker0
00:35:55
Eben. Ja. Das ist Bestrafung. Das ist eigentlich total gemein. Anstatt so etwas zu sagen wie, oder einen Moment zu reflektieren und nachzuschauen, hey, was passiert da gerade? Was passiert da eigentlich gerade? Was wäre denn mir da gerade, was verletzt mich denn eigentlich? Und einen Moment zurück, einen Schritt zurückzumachen und zu sagen, hey, weißt du was, du bist mir so wichtig, ich liebe dich über alles, und mir ist super wichtig, dass wir eine Beziehung führen, in der es dir gut geht und mir aber auch und wenn du so mit mir sprichst, das verletzt mich so ungemein, das ist was ganz anderes, weißt du?
Speaker1
00:36:35
Ja.
Speaker0
00:36:37
Und darum geht es mir. Das hat viel mit Ehren und Respekt zu tun.
Speaker1
00:36:43
Okay, das war ein sehr gutes Beispiel. Vielen Dank dafür. Das ist total greifbar. Danke, danke, danke. Michelle, du sagtest ja auch, du arbeitest viel mit Frauen zusammen. Und was erlebst du aktuell da, insofern du darüber sprechen darfst und magst, anhand vielleicht einiger Beispiele? Wie kommen die Frauen derzeit zu dir und wie gehen sie wieder? Also was nimmst du da wahr? Vielleicht ist es dann kollektiv irgendwas.
Speaker0
00:37:16
Also es ist schwierig, das so. Es ist immer schwierig, alle in den gleichen Topf zu werfen, oder? Durch das ich ja viel mit Unternehmerinnen zu tun habe, kommen viele mit dem Wunsch, erfolgreich zu sein und, sich eine finanzielle Freiheit zu ermöglichen mit ihrer Arbeit. Vielen ist es dann noch gar nicht so bewusst, was das überhaupt bedeutet an innerer Arbeit, weil das immer ein innerer Weg ist. Geld ist ja immer nur ein Beiprodukt. Und ich würde mal sagen, das Größte, also das Biggie, das die meisten haben, ist dieses den Mut nicht zu haben die Intensität zu sein die wir eigentlich sind, aufgrund von unglaublichen Ängsten bewertet zu werden. Ich glaube aber, dass das die Männer auch haben. Ich weiß es nicht. Ich arbeite nicht mit so vielen Männern, aber ich vermute, Männer haben das auch. Aber vielleicht auf eine andere Art und Weise.
Speaker1
00:38:19
Okay, wow. Dürfte ich einmal drüber nachdenken. Ja. Okay, komme ich jetzt nicht drauf. Könnte ich jetzt nicht. Nee, aber okay, es ging ja gerade darum, die Frauen... Genau. Also ich meinte ja auch nicht, Jetzt jede Frau da, das weiß ich auch, ist individuell, ist besonders und möchte nicht in einen Topf gesteckt werden, das weiß ich schon. Bloß ich meine jetzt in der Vielzahl betrifft es doch schon sehr ähnlich, weil ich Frau so wahrnehme, dass sie doch teilweise sehr ähnliche Verhaltens- und Denkweisen haben, weil sie sich das voneinander so ein bisschen abgeguckt haben. Deswegen habe ich jetzt gerade versucht, das so ein bisschen einfacher darzustellen.
Speaker0
00:39:03
Ja, genau. Ich weiß gar nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob die das sich abgeguckt haben. Das ist ja eine kollektive Energie, die einfach seit Jahrzehnten vorhanden ist im Leben der Frau. Und gerade auch mit diesem, es ist ja so spannend, oder? Babys kommen zur Welt, Mädchenbabys, also auch Jungs, aber Mädchenbabys kommen zur Welt. Jedes sieht anders aus, jedes darf individuell sein. Und dann, wenn die irgendwie 13, 14, 15 Jahre alt werden, müssen alle gleich aussehen. Müssen alle die gleiche Form haben, müssen alle gleich schön sein. Das macht es den Mädchen schon nicht so leicht, zu wissen, was darf ich denn sein und was nicht. Insbesondere, wenn sie dann ihre Weiblichkeit leben, dann eben sind sie schnell billig und gar nicht so sehr von den Männern bewertet, sondern häufig von anderen Frauen. Und so dieses, wo kann ich denn ganz Frau sein, ohne dass ich das Gefühl habe, es ist falsch, das zu sein. Und ich spreche nicht nur körperlich, ich spreche auch von unserer Kraft, ich spreche auch von Erfolg zum Beispiel, das ist auch ein Riesenthema von meinen Kundinnen, ist, kann ich überhaupt erfolgreich sein? Also was wäre, wenn ich so erfolgreich werde, dass ich mehr Geld verdiene als mein Partner zum Beispiel? Das ist ein Riesenthema für viele Frauen. Was macht das mit dem? Kann der damit umgehen? Und tatsächlich kriege ich schon häufig gespiegelt, dass es auch den Männern Angst macht, dass ihre Frauen sich dann so verändern, dass sie das Gefühl haben, ich kann sie nicht mehr greifen, oder? So, und das sind so Themen, wo wir drüber sprechen.
Speaker1
00:40:53
Okay, und ich weiß ja auch durch deine Programme, dass du ja mit den Frauen arbeitest, aber du möchtest ja auch, dass die Männer mitgenommen werden.
Speaker0
00:41:04
Also wir sprechen viel in den Programmen auch, wie Frauen mit ihren Männern eben kommunizieren können, dass eben das Ehren dann mit drin ist. Ja, genau.
Speaker1
00:41:13
Ja.
Speaker0
00:41:13
Ja, genau.
Speaker1
00:41:15
Weil eben hatte ich kurz das Gefühl so, oh, okay, nicht, dass sie irgendwie zurückgelassen werden. Klar ist der Mann für sich auch da selbst verantwortlich.
Speaker0
00:41:40
Genau. Sonst in meinen Träumen hätte ich auch einen Raum, wo Paare, nicht, dass das sind Paartherapeutische, das nicht, aber, in einen Paarraum einzutreten, wo man gemeinsam, nicht unbedingt im gleichen Business, aber wo man gemeinsam erfolgreich werden kann, wo man gemeinsam beginnt, eine Vision für sich, für sein Leben, für sein Business zu haben, und vielleicht lernt, wie wir gemeinsam eben männliche und weibliche Energie zu maximaler Manifestation ergänzen können. Das wäre schon so ein Traum von mir.
Speaker1
00:42:17
Ja, ich denke, der wird wahr. Also das, so wie ich dich wahrnehme, ja, also auf jeden Fall. Also das kann ich mir sehr, sehr gut vorstellen. Also total schön. Und ich finde es auch total schön auch, dass ich finde, in dem heutigen Gespräch bei uns beiden so auch wirklich so rausgekommen ist, dass auch beide Seiten jetzt so sich abgeholt fühlen können auch. Und ich finde, du hast es sehr, sehr gut zusammengeführt auch so zwischen dieses Mann und Frau und was daraus entstehen kann eben halt. Sieh ja auch anhand deiner Ehe mit deinem Partner Oskar, was daraus eben halt entstehen kann.
Speaker0
00:42:51
Ja. Ja, und das ist ja super wichtig. Eben, deshalb finde ich es so wichtig, dass wir nicht immer das Gefühl haben, es sei ein Entweder-Oder, es ist ein gemeinsamer Miteinander. Und ich glaube, dafür sind wir einfach auch designt. Weißt du? Ja. Ja, genau.
Speaker1
00:43:09
Also das nehme ich auch so wahr in den Gesprächen. Wenn zum Beispiel ich jetzt selbst eine Thematik habe, wo ich nicht weiterkomme und ich doch irgendwo weiß aus meiner Erfahrung heraus, ich bräuchte jetzt nicht meinen besten Freund dafür fragen, sondern gehe ich zu einer Frau und dann kriege ich mehrere Möglichkeiten aufgezeigt und zu sagen, du, Tino, versuch das einfach so und so. Und dann funktioniert das auch. Also ich finde manchmal so dieses zwei-, dreimal um die Ecke Denken durch Frau ganz schön und dann komme ich auch zu einer Lösung oder ja, zu etwas, was mir weiterhilft. Das finde ich total schön, dass ich das auch so erkannt habe. Und weil viele Jahre lang ich doch schon so ein Thema hatte, also ich aus Mannensicht mit Frau so. Warum soll ich zu der gehen? Was habe ich davon? Also da habe ich schon selbst so inneren Widerstand gehabt.
Speaker0
00:44:05
Ja, genau. Ja, ich glaube, es ist eben gegenseitig total befruchtend. Also mir tut Oskars sehr männlicher Raum, den er mir hier und dazu befruchtend stellt, total gut. Und wenn ich dann selber die Power mal nicht habe, mich so in meine Gottes zu bringen, das passiert auch mir. Und er mir dann so, oder wenn so mein ganz verletzter Anteil mal rauskommt, wo ich so einen ganzen Welt schmerze. Und ich glaube, das haben wir Frauen eben sehr stark, dass wir diese kollektiven Energien unglaublich stark wahrnehmen, weil wir so verbunden sind, auch mit der Erde. Und und dass ich da so sein darf und er mir diesen raum gibt und mich mich so, dieses beschützen der was ja was ja zur männlichen energie auch gehört oder so diese krieger energie ich sage immer das ponder zur göttin in den frauen ist oder krieger im mann und und und, Da mich auch dem hingeben zu können, das finde ich wundervoll.
Speaker1
00:45:10
Ja, total schön. Ja. Total schön. Also und was wäre für dich, wo du sagst, das wäre aus deiner Sicht so dieses krierische, vielleicht herzenskriegermäßige für dich als Frau? Hast du da irgendwie so ein Beispiel, wo du sagst?
Speaker0
00:45:27
Jetzt weiß ich doch gar nicht, wie du meinst.
Speaker1
00:45:29
Also weil du gerade davon gesprochen hast, wenn er das so hält und so, weil du sagst, das Gegenstück zu Göttin so der Krieger ist. Was wäre denn jetzt so eine Handlung?
Speaker0
00:45:41
Eben, also das, was ich vorhin gesagt habe. Wenn ich, weil ich ja sehr wahrnehmend bin, geschieht es tatsächlich manchmal, dass ich so, dann kann ich wahnsinnig traurig sein. Ich kann unglaublich traurig sein. Einfach so. Weißt du, da gab es kein Ereignis in meinem Leben, aber dann nehme ich Energien wahr, sehe ich, die mich dann so unglaublich traurig machen und das dann sein zu dürfen und er dann, er mich dann so in seine Arme nimmt, aber nicht in mich eindringt, sondern mir diesen Raum gibt und ich darf dann einfach so sein, er setzt mich dann aufs Sofa und sagt, hey komm, ich mache einen Tee, und einfach so diesen Raum halten in Stille auch und mit mir gemeinsam, das zu prozessieren, dass ich da durchgehen kann und gleichzeitig aber, darf das einfach sein? Und ich weiß aber, ich muss nicht sein, ich muss nichts tun, ich muss nichts darstellen. Im Moment gerade bin ich total safe, weil er eben den Raum hält. Das finde ich wundervoll.
Speaker1
00:46:50
Ein schönes Beispiel. Was würdest du dir ganz persönlich vielleicht von Männern mehr wünschen, wenn du es dürftest?
Speaker0
00:47:07
Auch da, glaube ich, kann man es nicht so verallgemeinern. Ich glaube auch, wir alle sind auf einem guten Weg. Ich sehe bei den engen Freunden von Oskar jetzt in seinem Umfeld, hat es einen Moment gebraucht, dass die sich begonnen haben, mit diesen Themen auseinanderzusetzen, die so stark von mir und vom Oskar her so bekommen haben, auch in die Gespräche einzufließen. Und das hat einen Moment gebraucht, aber das ist geschehen. Die haben sich dafür geöffnet und ich glaube, das wünsche ich mir einfach, dass noch so viel mehr Gespräche oder Offenheit für solche Gespräche auch, dass wir eben gemeinsam mehr ins Bewusstsein kommen. Bewusstsein ist ja alles, Bewusstsein verändert alles.
Speaker1
00:47:57
Vielleicht der Wunsch danach, dass man, nicht alle, aber viele vielleicht doch, auf Rau zu gehen und auch mal was fragen. Wie fühlst du dich, wie geht es dir, was brauchst du?
Speaker0
00:48:17
Ich weiß nicht. Ich glaube, jeder ist für sich verantwortlich, bei sich wahrzunehmen, was wir brauchen und wie wir uns fühlen. Ich glaube, was gebraucht wäre, wäre, darüber zu sprechen.
Speaker1
00:48:32
Okay, wie könnte das aussehen? Das Gespräch, okay, das finde ich spannend.
Speaker0
00:48:39
Dieses, was machst du, was denkst du, was fühlst du, das hat auch etwas, eine pushy Energie, kann man auch anders machen, aber das kennen wir ja alle von, der Mann sitzt da und die Frau sagt, sag mal, was denkst du denn gerade? Was denkst du gerade? Du denkst doch ganz bestimmt irgendwas. Du denkst doch irgendwas. Ich weiß, dass du an etwas denkst. Sag mir was. Oder? Kennst du auch. Und das ist so, das ist total push. Da gehst du völlig in Widerstand. Ich glaube, wichtig wäre es, dass jeder bei sich beginnt und eben ins Bewusstsein, in die Wahrnehmung kommt von, was geschieht eigentlich gerade in mir? Und wie viel davon, von einem Konflikt oder so, hat tatsächlich mit mir zu tun? Und wie viel bin ich in der Projektion? Und danach das Gespräch zu führen von, schau mal, ich fühle mich so und so und ich bin eben bei dir aber das und das wahr und, wie kommen wir da zusammen? Weil mir ist es total wichtig, dass du dich gut fühlst, aber mir ist auch wichtig, dass ich mich gut fühle. Das öffnet dir einen Raum. Verstehst du, was ich meine?
Speaker1
00:49:44
Ja, also dass ich mich quasi damit teile.
Speaker0
00:49:48
Ja, und dass auch ihr Männer mehr euch erlaubt, in die Wahrnehmung zu kommen und nicht alles mit dem Kopf versucht zu lösen. Das ist jetzt auch super, super, etwas über alle drüber gestülpt, aber das ist halt so, wie es häufig, also auch wir Frauen, wir haben das so gelernt. Und wir lösen die Dinge, anstatt einfach mal in die Wahrnehmung zu gehen und zu schauen, hey, was ist denn hier eigentlich los? Warum geht es denn wirklich? Was nehme ich denn hier wahr? Wieso triggert mich das so? Wieso verletzt mich das so? What's up? Was so? Anstatt gerade einen Gedanke dran zu knüpfen, einfach mal wahrzunehmen.
Speaker1
00:50:36
Ja, finde ich gut. Also, er hilft mir jetzt auch gerade. Also, ich kenne das auf jeden Fall, diese Idee, das so zu machen. Und klar, hin und wieder braucht man auch mal wieder so einen kleinen Aufweckruf. Und ja, das ist jetzt auch gerade so mein Aufweckruf, gerade auch hier in dieser Podcast-Aufnahme.
Speaker0
00:50:58
Das ist super. Super, total gut.
Speaker1
00:51:02
Ja, und jetzt, also ich finde total gut schon dieses Gespräch, total schön, total tief und da waren schon ganz, ganz viele Sachen mit dabei. Und ich gebe auch ganz ehrlich zu, ich hatte vorhin so ein, was ich nochmal so nachfragen wollte, da ist mir aber jetzt zu dieser Faden verloren gegangen. Aber das ist auch völlig okay. Und ja, Michelle, ich würde sagen, erstmal ganz, ganz herzlichen Dank für deine Zeit und für dieses sehr, sehr angenehme Podcast-Gespräch mit dir heute und hast du und ich übergebe immer gerne so dem Gast nochmal so ein letztes Resümee zu ziehen, vielleicht irgendwas Wichtiges, was dir vielleicht nochmal wichtig ist, sagen zu wollen, dann würde ich gerne an dich das Wort übergeben, wenn du magst.
Speaker0
00:51:47
Nein, ich möchte mich einfach auch ganz herzlich bedanken, dass ich hier sein konnte. War ein wundervolles Gespräch und dir auch danken, dass du mit deinem Podcast überhaupt diesen Raum öffnest. Weil, wie gesagt, ich wünsche mir sehr, dass es auch auf Männerseite noch so viel mehr gibt von Männern, die genau da eintreten, auch gerade in der Online-Welt. Es gibt ganz, ganz viele auch männliche erfolgreiche Coaches, die aber, Nicht aus der Wahrnehmung heraus erfolgreich sind, sondern sehr stark über das Tun, über diesen bis anhin sehr anerkannten Weg von sehr maskuliner Energie. Und das finde ich einfach wundervoll und ich danke dir dafür.
Speaker1
00:52:31
Sehr gerne. Ja. Sehr, sehr gerne. Michelle.
Speaker0
00:52:36
Ja.
Speaker1
00:52:37
Ganz, ganz herzlichen Dank. Und ja, ich habe auch, das darf ich schon, denke ich, schon vorwegnehmen. Ich habe ja auch deinen Mann Oskar zum Podcast eingeladen und er hat auch zugesagt. Und dann sehen wir, weil du vorhin so meintest, mal sehen, was er sagt.
Speaker0
00:52:53
Ja, genau.
Speaker1
00:52:54
Aber da freue ich mich auch schon ganz, ganz doll drauf. Aber erst mal dir ganz, ganz herzlichen Dank, liebe Michelle, für deine Zeit und für dieses tolle Gespräch.
Speaker0
00:53:04
Sehr gerne.
Speaker1
00:53:05
Vielen Dank. Ganz, ganz herzlichen Dank. Und dann sage ich für den Zuhörer, ja, hör gerne beim nächsten Mal rein. Lass gerne ein Abo da, kommentiere. Und wenn dir die Folge gefallen hat, dann schreib es doch gerne in die Kommentare rein. Und ich bedanke mich und wünsche dir noch einen schönen Tag. Vielen Dank, dass du dir diese Folge angehört hast. Und wie immer freue ich mich darüber, wenn du Feedback schreibst. Wenn dir die Folge gefallen hat, ob du dir was rausnehmen konntest und wenn ja, was, dann schreib mir das doch gerne auf Instagram. Schreibe mir gerne auch eine Mail an support.at von mann-zumann.de Und ich freue mich, wenn du meinen Podcast bewertest oder bewerten magst und abonnierst auf Apple Podcast, auf Spotify, auf Amazon oder Deezer. Und ich schicke dir ganz liebe Grüße aus Hamburg, dein Tino.
Speaker0
00:55:04
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